By Published On: 21.2.2023Categories: 0 Comments

Einführung

„Produkt + Projekt“ wurde 2005 von dem Diplom-Designer und Arbeitswissenschaftler Wolfgang Moll gegründet. Das Hauptbetätigungsfeld ist der demografische Wandel. Nach den ersten Projekten wurde klar, dass eine wesentliche Aufgabe darin besteht, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen. Eine wissenschaftlich erprobte Methode dafür ist die Alterssimulation. Bereits 2009 entwickelte die Organisation auf Basis umfangreicher wissenschaftlicher Daten den Alterssimulationsanzug GERT, da es zu diesem Zeitpunkt keinen Alterssimulationsanzug auf dem Markt gab, der ihren Anforderungen entsprach.

Da der GERT anfangs nur für den Einsatz in eigenen Projekten gedacht war, wurde er so optimal wie möglich gestaltet. Es wurde daher besonders auf ein neutrales, seriöses Erscheinungsbild geachtet und auf jegliche Eigenwerbung auf dem Alterssimulationsanzug GERT verzichtet. Bald kamen die ersten Kaufanfragen und sehr schnell war die Nachfrage so groß, dass man sich zur Serienproduktion entschloss. Auch hier wurden keine Kompromisse zu Gunsten einer besseren Vermarktung gemacht. Die wissenschaftliche Fundierung und die praktische Anwendbarkeit stehen nach wie vor an erster Stelle.

Inzwischen ist der Alterssimulationsanzug GERT mehrfach wissenschaftlich evaluiert worden und auch der Erfolg ihrer Kunden gibt ihnen Recht. Viele Kunden berichten begeistert, wie sie GERT erfolgreich in ihren Projekten einsetzen und auch die Medienberichte über den Einsatz von GERT bei Kunden sprechen für sich.

Pro ist ein kleines, aber sehr erfolgreiches Unternehmen, das international tätig ist. Aufgrund der großen Nachfrage wächst es ständig.

Basisinformationen

Name des Unternehmens: Product + Project
Mitarbeiterzahl: < 50
Hauptsitz: Niederstotzingen, Baden-Württemberg
Branche: Produktion und Vertrieb
Rechtsform: Handelsgesellschaft

Arbeitsgeschichte

„Unsere Produkte helfen, die Welt ein bisschen besser zu machen“.

Ihr Hauptprodukt ist der Alterssimulationsanzug GERT. Dieser wurde bereits sehr erfolgreich in Präventionskampagnen, zum Beispiel von Berufsgenossenschaften, eingesetzt, um Arbeitnehmer*innen zu zeigen, wie sie ihr eigenes Altern positiv gestalten können. Die Proband*innen erkannten sofort, dass Übergewicht und Bewegungsmangel die Zeichen des Alterns verstärken. Sie erkannten aber auch, dass ein gesunder Lebensstil die Veränderungen, die mit dem Altern einhergehen, tatsächlich ausgleichen kann. Die Selbsterkenntnis des Älterwerdens stößt offensichtlich einen nachhaltigen Prozess an, während klassische Informationsmaterialien nur einen geringen Effekt ohne Langzeitwirkung haben können.

Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gibt es viele Möglichkeiten, Simulatoren zur Selbsterfahrung in die Präventionsarbeit einzubinden. Ein Gesundheitstag zum Beispiel ist ein gutes Beispiel dafür. Selbsterfahrungsangebote, wie die Alterssimulation, sind ein echter Anziehungspunkt, der nachhaltig wirkt und die Zielgruppe auch für weitere Informationen zum Thema Prävention zugänglich macht. Aber auch außerhalb von Aktionstagen können Simulatoren zur Selbsterfahrung genutzt werden. So können beispielsweise Mitarbeiter*innen, die zu Bewegungs- oder Haltungsfehlern neigen, mit dem Rückenschmerzsimulator die langfristigen Folgen ihres Verhaltens im Arbeitsalltag spüren und so ihr Verhalten rechtzeitig beeinflussen.

Nützliche Einblicke

Es gibt mehrere Studien zur Wirksamkeit der Alterssimulation mit folgenden Ergebnissen:

  • An der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Dr. med. S.A. Filz, Dr. med. W. Swoboda et al.) wurde die Wirksamkeit der Alterssimulation in der Ausbildung von Medizinstudent*innen untersucht: Es ist erwiesen, dass die Empathie für ältere Menschen durch die Alterssimulation gefördert wird. Ihre Wirksamkeit als Lehr- und Lernmittel ist damit erwiesen.
  • Das Nationale Institut für Qualität und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen und in der Medizin (Dr. Ildiko Szogedi Ph.D.) und das Institut für Verhaltensforschung und Kommunikationstheorie (Dr. Miklos Zrínyi Ph.D., Teva Hungary Ltd., Dr. habil Attila Forgacs Ph.D.) der Corvinus Universität in Budapest, Ungarn, evaluierten in einer Pilotstudie die Simulation von motorischen Veränderungen im Alter mit dem Alterssimulationsanzug GERT: Der Alterssimulationsanzug GERT ist ein gutes Werkzeug, um die Einschränkungen im Alter zu simulieren.
  • Die Diplom-Psychologinnen Laura Schmidt und Katrin Jekel vom Netzwerk AlternsfoRschung NAR, Heidelberg, evaluierten in einer Pilotstudie die Wirksamkeit der Alterssimulation mit dem Alterssimulationsanzug GERT: Die Ergebnisse zeigen, dass er altersbedingte Einschränkungen realistisch abbildet und damit die Möglichkeit bietet, Verständnis und Empathie für ältere Menschen in der Gesellschaft zu fördern.

Anregungen zum Nachdenken

Wer den Alterssimulationsanzug GERT einmal ausprobiert hat, versteht das Verhalten von älteren Menschen besser. Der Alterssimulationsanzug GERT wird daher in der Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal, in der Schulung von Mitarbeiter*innen im Umgang mit älteren Kund*innen, aber auch in der Entwicklung von seniorengerechten Produkten eingesetzt. Auch zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen für ältere Beschäftigte und zur Sensibilisierung von Führungskräften wird GERT in vielen Fällen erfolgreich eingesetzt. Weitere Anwendungsbereiche sind Architektur, Stadtplanung und die Verbesserung der Sicherheit für ältere Verkehrsteilnehmer*innen.

Schlüsselwörter

Alterssimulation für Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Bildung, Schulen, Aus- und Weiterbildung