
Einführung
Škoda Auto a.s. ist der größte Automobilhersteller in der Tschechischen Republik. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Mladá Boleslav, wo sich auch die größte Produktionsstätte befindet. Das Unternehmen hat zwei weitere Produktionsstätten in der Tschechischen Republik, in Kvasiny und Vrchlabí. Seit 1991 ist das Unternehmen Teil des deutschen Volkswagen-Konzerns. Es ist seit langem das größte tschechische Unternehmen nach Umsatz, der größte tschechische Exporteur und einer der größten tschechischen Arbeitgeber. Das Unternehmen wurde auch mit dem Titel Arbeitgeber des Jahrzehnts ausgezeichnet, was seine Leistungen und das langjährige hohe Niveau der Mitarbeiterbetreuung widerspiegelt. Eines der Entwicklungsziele des Unternehmens ist es, die Tschechische Republik in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern und den lokalen Behörden zu einem Zentrum für die Entwicklung der Elektromobilität zu machen und damit langfristig Arbeitsplätze zu sichern.
Basisinformationen
| Name des Unternehmens: | Škoda Auto a.s. |
|---|---|
| Mitarbeiterzahl: | > 250 |
| Hauptsitz: | Mladá Boleslav, Tschechische Republik |
| Branche: | Automobilindustrie |
| Rechtsform: | Aktiengesellschaft |
Arbeitsgeschichte
Škoda Auto hat eine umfassende Altersmanagement-Strategie für alle Mitarbeiter*innen über das gesamte Altersspektrum hinweg entwickelt. Dabei wird ein individueller und sozialer Ansatz verfolgt. Die drei Säulen dieser Unternehmensstrategie sind Gesundheitsförderung, Sozialpolitik und Bildung. Ein wichtiger Faktor ist die Prävention, die in Form von organisierten und sozialen Gesundheitsförderungsprogrammen umgesetzt wird. Weitere Schwerpunkte sind Ergonomie, Automatisierung, Arbeits- und Arbeitsplatzgestaltung unter Berücksichtigung von Leistungsminderung, das Seniorenprogramm, Gesundheitsprogramme, Gesundheitstage, persönliche Gesundheitspläne und Arbeitsplatztests.
Eines der Programme, die das Unternehmen für seine Senior*innen anbietet, d. h. für Mitarbeiter*innen mit einer Betriebszugehörigkeit von 30 Jahren oder mehr, ist das Rehabilitationsprogramm. Dabei handelt es sich um einen zweiwöchigen Rehabilitationsaufenthalt mit einem finanziellen Beitrag aus den Sozialfonds. An den vom Betriebsarzt ausgewählten Arbeitsplätzen gewährt der Arbeitgeber zusätzlich fünf Arbeitstage bezahlten Urlaub pro Jahr, der an den Abschluss des Rehabilitationsaufenthalts gebunden ist. Diese Rehabilitationsaufenthalte im Kurort sind für ältere und behinderte Beschäftigte die vom Arzt ausgewählt wurden, sowie für Arbeitnehmer*innen im verarbeitenden Gewerbe ab 50 Jahren bestimmt. Und das Angebot an Orten, an denen man sich rehabilitieren und entspannen kann, ist sehr vielfältig. Dazu gehören Kurorte in der Tschechischen Republik, wie Lázně Jáchymov, Lázně Bechyně, Teplice nad Bečvou, Mariánské Lázně, und in der Slowakei Lázně Lúčky oder Turčianské Teplice.
Nützliche Einblicke
Aus den im Unternehmen durchgeführten Umfragen geht hervor, dass die Belegschaft 50+ einen relativ großen Anteil an der Arbeitnehmerschaft ausmacht und dass ihr Alter allmählich zunimmt. An den einzelnen Arbeitsplätzen ist jedoch die Mehrheit der Arbeitnehmer*innen über 50 mit ihrer Arbeit zufrieden und nur einige wünschen sich eine Veränderung ihrer Arbeit. Das erwähnte Rehabilitationsprogramm wird von den Arbeitnehmer*innen gefordert und sehr geschätzt.
Es hat sich auch gezeigt, dass Menschen über 50 eine schwierige Position auf dem Arbeitsmarkt haben, was hauptsächlich auf unzureichende Qualifikationen zurückzuführen ist. Daraus lässt sich jedoch schließen, dass diese Arbeiter*innen wenig Interesse daran haben, ihre Fähigkeiten weiter zu verbessern, wenn sie dies im Moment nicht brauchen.
Anregungen zum Nachdenken
Altersdiskriminierung hat in der Regel negative Auswirkungen, sie kann aber auch eine Botschaft der Freundlichkeit gegenüber älteren Menschen aufgrund ihres Alters vermitteln. Erhöhte Morbidität, Stereotypisierung und verminderte Leistungsfähigkeit sind in der Regel Beschwerden, die mit dem Älterwerden einhergehen, und die Überwindung dieser Hindernisse ist für ältere Menschen ein wesentlicher Bestandteil ihres täglichen Lebens. Die Diskriminierung älterer Menschen hat erhebliche Auswirkungen auf die Psyche. Sie fühlen sich nutzlos, unausgelastet und unmotiviert, Tätigkeiten zu verrichten, die sie in ihrem Alter problemlos ausführen könnten. Das Wichtigste ist jedoch eine offene Einstellung der älteren Menschen selbst zu Arbeit, Bildung und neuen Technologien. Ältere Arbeitnehmer*innen sollten ihre Arbeit nicht als ihre letzte Chance vor dem Ruhestand betrachten, sondern versuchen, sich über ihre Möglichkeiten zu informieren, um unnötige körperliche Belastungen und eine negative Einstellung gegenüber dem Unternehmen zu vermeiden. Die Einstellung zum Alter muss sich bei Jung und Alt gleichermaßen ändern, da das Rentenalter immer weiter ansteigt.
Schlüsselwörter
Automobil, Service und Zubehör, Technologie, E-Mobilität, Produktionsstätte, individueller und sozialer Ansatz, Rehabilitationsprogramm





Das AGEADAPT-Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union unter der Referenznummer 2021-1-DE02-KA220-ADU-000033518 finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.