By Published On: 2.3.2023Categories: 0 Comments

Einführung

GDP ist ein Beratungsunternehmen, das seit 2007 besteht. Gegenstand der Tätigkeit von GDP ist die Unterstützung öffentlicher Einrichtungen und privater Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Projekten, die deren wirtschaftliche und organisatorische Entwicklung prägen. GDP bietet umfassende Unterstützung bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln, von der Analyse der Fördermöglichkeiten über die Ausarbeitung eines kompletten Projekts und Antrags bis hin zur Endabrechnung. GDP arbeitet mit dem Unternehmenssektor, lokalen Regierungen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen zusammen und bietet Schulungen und Beratungsdienste im Bereich der Personalverwaltung und Investitionsprojekte an.

Basisinformationen

Name des Unternehmens: Grupa Doradcza Projekt Sp. z o.o.
Mitarbeiterzahl: < 10
Hauptsitz:  Krakau, Polen
Branche: Schulungs- und Beratungsunternehmen
Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Arbeitsgeschichte

Seit acht Jahren führt das Unternehmen Projekte durch, die sich mit der Anpassung von Senior*innen an den Arbeitsmarkt befassen. Diese Projekte ermöglichen Menschen über 50, die sich in einer schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt befinden, die Rückkehr in das Berufsleben. Die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit wird dadurch ermöglicht, dass die Senior*innen dokumentierte Qualifikationen, Kenntnisse und Berufserfahrungen erwerben und Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen abbauen können.

Die RESTART-Projekte werden seit mehreren Jahren durchgeführt. Jedes Projekt dauert etwa zwei Jahre. Derzeit wird das Projekt „Restart V – Berufliches Aktivierungsprogramm für Menschen über 50“ durchgeführt. Ziel des Projekts: Befähigung von 135 arbeitslosen Menschen über 50, die in der Woiwodschaft Kleinpolen leben und zu den Personengruppen mit der problematischsten Situation auf dem Arbeitsmarkt gehören, eine Beschäftigung aufzunehmen und aufrechtzuerhalten, indem ihnen die Möglichkeit geboten wird, dokumentierte Qualifikationen, Kenntnisse und Berufserfahrungen zu erwerben sowie Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen und Motivation zu beseitigen.

Die Teilnehmer*innen können von den folgenden Formen der Unterstützung profitieren:

  • Individuelle Berufsberatung mit der Entwicklung eines individuellen Aktionsplans. Die Beratung wird in Form von Einzelgesprächen durchgeführt.
  • Die Arbeitsvermittlung kann in Form von direkten Treffen mit den Projektteilnehmer*innen oder in Form von Online-Sitzungen durchgeführt werden – je nach den Bedürfnissen der Projektteilnehmer*innen.
  • Unterstützung durch ein*e Berufsberater*in und Überwachung der Umsetzung des IAP (Individueller Aktionsplan).
  • Berufliche Weiterbildung (96 Stunden). Die Ausbildung zielt darauf ab, die weichen beruflichen Kompetenzen zu aktualisieren und zu verbessern und den Teilnehmer*innen beizubringen, wie sie sich auf dem Arbeitsmarkt zurechtfinden.
  • Praktika für 115 Teilnehmer*innen des Projekts. Die Praktika werden unter der Leitung des Praktikumsbetreuers bzw. der Praktikumsbetreuerin auf der Grundlage der Programmvereinbarung durchgeführt.

Nützliche Einblicke

Das Projekt richtet sich an Menschen über 50, die nicht beruflich aktiv sind. Das ist eine große Herausforderung, denn es werden keine Aktivitäten für Angestellte des eigenen Konzerns durchgeführt. Um die Anpassung der Senior*innen an die Arbeitswelt zu verbessern, müssen Menschen zunächst einmal angeworben und kennenlernt werden, um dann versuchen zu können, ihnen zu helfen. Eine sehr wichtige Rolle spielen dabei gute Kenntnisse des lokalen Arbeitsmarktes, der Arbeitsagenturen und ein Netz von Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern und Veranstaltern von Berufspraktika. Man muss nicht nur das Alter dieser Menschen berücksichtigen, sondern auch verschiedene Arten von Behinderungen oder schwierige Lebens- und Familiensituationen. Man muss sehr sensibel sein und seine Aktionen und Botschaften an die über 50-Jährigen anpassen. Organisationen, die ähnliche Projekte durchführen wollen, müssen sich der organisatorischen und technischen Herausforderungen bewusst sein, die auf sie zukommen werden. Schulungs- und Beratungsunternehmen sollten ermutigt werden, Projekte mit einem breiten Spektrum an Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durchzuführen. Die in dieser Fallstudie vorgestellten Lösungen können als Anregung für künftige Projektideen dienen, die älteren Arbeitnehmer*innen helfen, auf dem Arbeitsmarkt aktiv zu sein.

Anregungen zum Nachdenken

Was zu bedenken ist:

  • Wie kann man Menschen über 50 die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt und die Suche nach einer Beschäftigung erleichtern?
  • Wie können umfassende Programme zur Anpassung der Arbeit für Menschen über 50 durchgeführt werden, damit ihre Auswirkungen für diese Menschen so nutzbringend wie möglich sind?
  • Wäre Arbeit für ältere Menschen, die nicht beruflich aktiv sind, nur eine Einkommensquelle, oder wird Arbeit zu einem Mittel, um der sozialen Ausgrenzung dieser Menschen entgegenzuwirken?
  • Welche Aktivitäten können in ein Projekt integriert werden, dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt breit gefächert sein sollen?

Schlüsselwörter

Altersmanagement, Individuelle Berufsberatung, Individueller Aktionsplan, Arbeitsvermittlung, Berufsausbildung, Praktika